Hotel Lazur

You are here: Home arrow Die Umgebung arrow Nessebar
  • Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Decrease font size
  • Default font size
  • Increase font size
Nessebar Drucken
Geschrieben von Administrator   
Wednesday, 13. January 2010

Image

Nessebar wird in Alt-Nessebar, also dem historischen Bereich auf der (Halb)insel, und Neu-Nessebar auf dem Festland unterteilt.
Entfernung zu Ravda: 3 km von Nessebar-Neustadt und 4 km von Nessebar-Altstadt.

Neu-Nessebar ist eher von marginalem Interesse; Alt-Nessebar indes ist eine gelungene Kombination alter Ruinen, grösstenteils aus Holz gebauten, 200 bis 300 Jahre alten Wohnhäusern und engen, katzenkopfpflasterbedeckten Gassen. Die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz und ist ein einzigartiges Museum, erklärt zum Weltkulturerbe.

Durch die Stadt ziehen alljährlich Millionen Touristen - dementsprechend gibt es an allen Ecken und Enden Souvenirläden, Restaurants usw.
Für Autofahrer ist Alt-Nessebar gesperrt. Die Touristen müssen ihre Autos vor dem Stadttor auf einem Parkplatz abstellen.


ImageImageImageImage


Geschichte:  Zuerst gab es hier eine thrakische Siedlung, deren Spuren bis ins 2. Jahrtausend v.Chr. datiert wurden. Die Halbinsel war damals wesentlich grösser - etwa ein Drittel büsste sie durch Küstenerosion ein. Die Thraker bauten schon damals einen Hafen und nannten die Stadt Menabria. Im 6. Jhd. v.Chr. begann die lang anhaltende griechische Periode - dorische Griechen gründeten hier die Kolonie Menabria. Selbiges war gar ein Stadtstaat mit eigener Flotte, eigenem Geld, zahlreichen Tempeln und einer Festung (Ruinen davon sind vorhanden). 72 v.u.Z. nahmen die Römer Thrakien ein. Das weiter südlich gelegene Anchialos (heute Pomorje) lief der nun Mesambria genannten Siedlung den Rang ab - Handel und Produktion liessen nach, und vieles verfiel. ImageUnter byzantinischer Herrschaft, vom 4. bis 7. Jhd., ging es der Stadt wieder besser - Basiliken wurden gebaut und der Handel wiederbelebt. Die Festungsanlagen wurden ausgebaut und der Ort zum Flottenstützpunkt umgewandelt. Auch im Ersten Bulgarischen Reich und nachfolgender erneuter osmanischer Besetzung blieb das nun Mesemvrija genannte Nessebar von grosser Bedeutung. Während des Zweiten Bulgarischen Reiches im 14. Jhd. erreichte die Stadt schliesslich ihren Höhepunkt.

In den nachfolgenden fünf Jahrhunderten osmanischer Besetzung nahm die Bedeutung stark ab; nach der Befreiung Bulgariens von dem osmanischen Joch wanderten viele, meist griechische und türkische Bewohner, aus. Ab den 1930er Jahren entdeckte man Nessebar's Qualitäten als Erholungsort - neben Weinanbau und Fischerei wurde Tourismus zur Haupteinnahmequelle. Seit den 1960er Jahren begann man mit umfangreichen Restaurierungen. Die Krönung war schliesslich die Ernennung zum Weltkulturerbe 1983.

Die meisten Einwohner leben heute in Neu-Nessebar.

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 21. February 2010 )