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Sonstige Feiertage Drucken
Geschrieben von Administrator   
Wednesday, 13. January 2010

Heilig Abend

Der Heilige Abend ist genauso wichtig wie der erste Weihnachtsfeiertag in Bulgarien. Er wird von einem rituellen Festmahl dominiert. Wenigstens 12 verschiedene Gerichte, mindestens eines für jeden Monat des Jahres, sind üblich. Familien, die noch mehr auftafeln, so der Volksmund, werden das ganze Jahr über genug zu essen haben. Die Speisen bestehen aus Bohnen, verschiedenen Arten von Nüssen, getrockneten Pflaumen, Kuchen et cetera. Fleisch darf nicht auf dem Tisch, wegen des Weihnachts-Fastens, auch wenn man die Fastenzeit selbst nicht einhält. Am Weihnachtstag darf Fleisch serviert werden.

Sylvesternacht

In der Sylvesternacht wird der Tisch ebenfalls reich gedeckt. Es gibt dabei die Banitza - ein Blätterteiggebäck, in dem verschiedene Lose für alle versteckt sind. Der Hausälteste dreht die Banitza, die übrigens eine runde Form hat, dreimal um ihre Achse rum und jeder nimmt das Stück, das vor ihm steht. Der Los, das drinnen steckt soll sein Glück im kommenden Jahr bestimmen.
Der Jahreswechsel wird wie überall mit Feuerwerk und Sekt begangen. Eine bulgarische Besonderheit stellt die kurze Präsidentenbegrüßung dar, die um 0:00 Uhr ausgestrahlt wird. Anschliessend folgt der eindrucksvolle festliche-orthodoxe Chor-Gesang "Mnogaja Leta" (Zu vielen Jahren) und nach diesem Höhepunkt beginnt das Bulgarische "Horo" – ein Volkstanz, bei dem alle die Hände zusammenhalten.
Nach diesem "Pflichtprogramm" beginnt die "Kür" und es wird getanzt und gesungen bis früh in den Morgen. Üblich ist, dass die Jugendliche in die Discos ziehen oder von einer Privatparty zur nächsten. 

Image19. Februar

Nationaltrauertag. An diesem Tag im Jahr 1873 wurde der Nationalheld und eine der charismatischsten Figuren in der ganzen Geschichte Bulgariens - Wassil Lewski - von den Türken gehängt. An diesem Tag ehrt man ihn und alle anderen, die ihr Leben für die Freiheit Bulgariens gegeben haben.

"Falls ich gewinne, gewinne ich für ein ganzes Volk - falls ich verliere, verliere ich nur mich." - Wassil Levski

Image3. März

Der Nationalfeiertag Bulgariens – die Befreiung vom 500 Jahre dauernden "Osmanischen Joch".

24. Mai

ImageEin großer Tag, der seinen besonderen Platz in den Herzen allen Bulgaren hat – der Tag des bulgarischen Schrifttums und Kultur.

Die aus Byzantien vertriebenen Mönche - Brüder Kyril und Methodij - haben Zuflucht in Bulgarien gefunden. Sie wurden vom bulgarischen König Simeon der Große mit großen Ehren empfangen und ihnen wurden alle Bedingungen geschaffen, um das von ihnen entworfene Alphabet (Glagolica) zu verbreiten. Es wurden spezielle Schulen eingerichtet, es wurde alles übersetzt, es began die goldene Ära des bulgarischen Schrifttums und Kultur.

ImageAus diesem Alphabet haben deren Schüler (Kliment, Naum, Angelarij) in Bulgarien das kyrillische Alphabet entwickelt und es nach dem Namen des Brüders Kyrills benannt. Das Alphabet wurde sodann an alle slawischen Völkern weitergegeben, damit die slawische Kultur gefestigt wird und sich unabhängig von anderen kulturellen Einflüssen entwickeln kann.

Das Schaffenswerk der beiden Brüder Kiril und Metodij zerstört die unoffizielle Konzeption über "die drei heiligen Sprachen" – Hebräisch, Griechisch und Lateinisch. Das Aufkommen des slawischen Schrifttums rief nicht nur im historischen Leben der Slawen gewaltige Veränderungen hervor, sondern auch in der gesamten europäischen Zivilisation. Sie wurden daher als Heillige gesprochen und selbst von der Katholischen Kirche anerkannt.

Eckuge Glagolica – Runde Glagolica – Kyrilische Schrift

Ostern ("Welkiden")

ImageDer Name "Welkiden" bedeutet so viel wie "großer Tag" und spielt auf die Auferstehung Jesu Christi an. Dem Ostergottesdienst folgt ein Prozessionsmarsch um die Kirche, bei der die Menschen mit brennenden Kerzen dreimal um die dunkle Kirche ziehen. Nachdem der Priester das Auferstehungsevangelium verlesen hat, klopft er dreimal an die verschlossene Kirchentür.

Wenn sich die Tür öffnet ziehen die Menschen mit den Kerzen in die Kirche ein.
Nach dem Gottesdienst begrüßen sich die Gläubigen mit den Worten "Isus voskrese" worauf mit "Wo istina woskresse" geantwortet wird. "Jesus ist auferstanden" - "Er ist wahrhaftig auferstanden". Mit diesen Worten begrüßt man sich zu Ostern - zu Hause oder auf der Strasse.

 

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 21. February 2010 )