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Bulgarisches Brauchtum Drucken
Geschrieben von Administrator   
Wednesday, 13. January 2010

Survakane

ImageSurvakane gehört zu den Winterfesten, die am 26. Oktober beginnen und ihren Höhepunkt in der Weihnachtszeit finden. Am Neujahrsmorgen ziehen die Kinder dann von Haus zu Haus. Image

Sie tragen geflochtene und geschmückte Zweige der Kornelkirsche bei sich (die so genannten Surwatschki), mit denen sie den Erwachsenen auf den Rücken klopfen (das soll sie kerngesund wie der Baum der Kornelkirsche machen).
Dabei singen sie Neujahrslieder und wünschen Glück, Gesundheit und ein langes Leben. Dafür erhalten sie dann Gebäck, Nüsse, getrocknetes Obst oder auch kleine Geldgeschenke.

Das gleiche findet an Weihnachten statt. Die herumziehenden Kinder nennt man dann "koledari".

6. Januar - Der Jordanstag

ImageUrsprung dieser christlichen Tradition ist die Taufe Jesu Christi im Fluss Jordan.

Der Jordanstag findet am 6. Januar statt. An diesem Tag wird in den Dörfern ein großes Kreuz in einen nahegelegene Fluss geworfen.

Aufgabe der Männer ist es dann, dieses Kreuz wieder herauszuholen. Das Ganze wird von Tanz, üppigen Essen und Trinken begleitet.

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"Tag der Trauzeugen" oder auch "Sonntag der Vergebung"

 Der Sonntag der Vergebung ist ein Feiertag der allgemeinen Vergebung, der Wiederherstellung der Zwischenmenschlichen Beziehungen sowie der Achtung. Noch aus alten Zeiten ist die Vergebung eines der Symbole der menschlichen Moral und der Edelmut, da nur ein Mensch, welcher den inneren Frieden erreicht hat, aufrichtig vergeben und um Vergebung bitten kann. An diesem Tag besuchen die jungen verheirateten Paare auch ihre Trauzeugen und  bitten um Vergebung. Deshalb ruft an diesem Tag die Kirche die Gläubigen dazu auf, ihren Geist zu reinigen, ihre Herzen mit Frieden und Liebe zu fühlen, um den auferstandenen Jesus Christus zu empfangen.

Tag des Winzers ("Trifon Saresan")

ImageAm 14. Februar feiert man in den meisten Länder Valentinstag. In Bulgarien feiert man am 14. Februar der "Tag des Winzers". Das Fest ist thrakischen Ursprunges. Der thrakische Weinkult und das Ehren des Gottes Dionysos – der Gott der Fruchtbarkeit und des Weins - wurde später in die christliche Kultur integriert. Der Heilige Trifon wird verehrt als der Beschützer der Weinberge und dieses Fest wird ihm zu Ehren gefeiert. Image

ImageNicht nur Winzer sondern auch Gemüsebauern und Budiker honorieren diesen Tag. Mit Wein in einem Holzkessel (Baklitza) gehen die Männer zu den Weinbergen. Dort bekreuzigen sie sich und nehmen ihre Gartenmesser und schneiden 3 Triebe von den 3 Hauptstämmen ab. Danach bekreuzigen sie sich wieder und gießen den Wein, den sie mitgebracht haben, über die Rebstöcke.

Anschliessend wird der Winzerkönig gewählt und mit einer Krone aus Weinreben gekrönt. Der Winzerkönig verwahrt bis zur Wahl seines Nachfolgers die Ikone des Heiligen Tryphon, des Schutzheiligen der Winzer.

1. März "Baba Marta" - Oma Marta

ImageEin weiterer Volksbrauch aus thrakischen Zeiten. Man schenkt allen Freunden und Bekannten die sog. "marteniza". Alle Bulgaren müssen (mind.) eine tragen. Ursprünglich warens es nur zwei zusammengedrehte Wollfäden, heute sind es meist zwei rotweiße Bommeln oder Püppchen. Man trägt sie an der Jacke oder am Handgelenk.

Wenn man die ersten Störche oder Neugeborenen gesichtet hat, dann hängt man die "marteniza" an einen Baum oder legt sie unter einem Stein, damit das Jahr fruchtvoll ist. Bis dahin müsste man die Marteniza tragen. 

 

Rosenfest

ImageDas Rosenfest wird in in der ersten Hälfte des Monats Juni im Rosental gefeiert. Das Rosenpflücken beginnt sehr früh bevor der Tag anbricht und wenn die Rosen noch mit glitzerndem Tau bedeckt sind. Die Rosenblätter werden vor Sonnenaufgang gepflückt, weil sonst der edle Duft verfliegen würde. Zweitausend Blätter braucht man, um ein Gramm Rosenöl zu erhalten. 70 % des Rosenöls auf dem gesamten internationalen Markt stammen aus Bulgarien. Es wird von fast allen großen Parfümerien gekauft und es ist ein wesentlicher Bestandteil in den besten und teuersten Parfums.

Kukeri

ImageIn den Dörfern Bulgariens ist der "Kukeri" ein wichtiges Masken-Ritual. Die Menschen tanzen und singen in den letzten Tagen des Winters, kurz bevor die Natur zum Leben aufwacht.
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Die Teilnehmer tragen hässliche, furchterregende Masken an den Gesichtern und Glocken an ihren Gürteln. Sie tanzen und singen mit der Absicht, Dämonen und Geister zu verscheuchen.

Das Ritual ist eine Mischung zwischen christlichen und heidnischen Traditionen und Symbolen. Es ist eine einzigartige und sehr alte Volkskunde, die nur in Bulgarien gesehen werden kann. Die traditionelle Maske ist mehrfarbig, mit Perlen, Zierbändern und wollenen Quasten dekoriert. Die Kleidung ist bunt. Das starke Klappern der Glocken vertreibt das Übel und die Krankheiten.


Nestinari  Tanzen im Feuer

ImageNestinari ist ein wunderbares Phänomen der bulgarischen Volkskunde. Dieses Ritual wird meistens im südöstlichenteil Bulgariens durchgeführt. Auch dieses Ritual stammt aus thrakischen Zeiten. Es ist als ein orthodoxes Kirchritual (Heiligen Konstantin und Elena) in die christliche Tradition integriert worden.

ImageNestinari werden auch Feuertänzer genannt. Sie sind gewöhnlich in traditioneller bulgarischen Kleidung angekleidet, und sie halten eine Ikone über dem Kopf. Nestinari tanzen mit bloßen Füßen auf aufflammender Holzkohle, um die Ankunft des Sommers am 21. Mai zu erkundigen. Nestinari wird nicht durchgeführt, um Leute zu unterhalten; es ist ein persönliches, geistiges Ritual, das die Seele reinigt und Scharfsinnigkeit in die Vergangenheit, die Gegewart und die Zukunft bringt.

An der Küste kann man das jedoch manchmal sehen in Rahmen bulgarischer Veranstaltungen, die dem Zweck verfolgen die Bulgarische Kultur zu zeigen und die Stärke von Geist und Körper, die man durch den Glaube erreichen kann zu demonstrieren.
 

 

Letzte Aktualisierung ( Sunday, 21. February 2010 )